Frosta – Trondheim – Ljøsøya

Frosta und die Helleristninger

Der Juli neigt sich dem Ende zu. Wir wollen weiter ins Fjordland. Sehnsuchtsorte wie der Trollstigen, Geiranger- und Songefjord warten noch auf uns. Da wir allerdings noch nie auf der Halbinsel  Frosta im Trondheimfjord waren, nutzen wir den Vormittag um die Gegend ein wenig zu erkunden. Unser erster Stop in Evenhus, nur wenige Kilometer nach unserem Start in Haugfjæra Camping gilt den Helleristninger (Felsmalereien) hier am Ort.

Wir parken in der Ortsmitte und beginnen eine lustige Suche nach der Steinzeitkunst entlang des gut ausgeschilderten Frostasteigs.

Nach ca. einem Kilometer treffen wie auf ein Paar aus der Schweiz, das ebenso erfolglos auf der Suche ist wie wir. Mittlerweile haben wir fast das Südufer der Halbinsel erreicht. Rundum nur Kartoffel- und Gemüsefelder und ein schmucker Bauernhof. Eine Info-Tafel klärt uns auf: Frosta ist der Gemüsegarten von Trondheim. Die exponierte Lage mitten im Trondheimfjord bringt sicher klimatische Vorteile.  Nur von den Helleristninger ist hier weit und breit nichts zu sehen und so kehren wir um. In Haugan durchstreifen wir auf unserer Suche das Gelände des örtlichen Kindergartens (Spielgeräte aus Paletten und bunten Tüchern, wie kreativ und wie undenkbar für deutsche Verhältnisse). Wir wollen schon aufgeben und finden die Helleristninger dann doch und sind schwer beeindruckt. Hier die schönsten Motive:

Tautra

Als nächstes besuchen wir die Insel Tautra die nördlich der Ostspitze von Frosta über einen 2,5 Kilometer langen Damm zu erreichen ist. Sehr sehenswert ist hier die Ruine des Klosters Tautra, welches 1207 gegründet wurde. Näheres zur Geschichte und dem aktuellen Klosterleben kann man auf Wikipedia nachlesen. Wir fanden der Besuch hat sich gelohnt. Ein engagiert geführter Klosterladen und Plakate, die auf ein bevorstehendes Musikfestival hinweisen, erwecken bei uns den Eindruck, dass es sich hier um einen sehr lebendigen Ort handelt. 

Trondheim

Wir fahren weiter nach Trondheim, parken in der Sandgata. In der ehemaligen Fischhalle (heute ein Nobel-Imbiß mit Fischtheke) leisten wir uns eine Fischsuppe.  Wir kennen diese sehr schöne Stadt von vielen Besuchen in früheren Jahren und verzichten diesmal auf Nidrasdom und Munkegata. Wer erstmals hier ist, sollte auf jeden Fall mindestens einen halben Tag einplanen um Dom, Altstadt und Hafenviertel zu erkunden.

Sandgata

Ljøsøya

Wir aber machen uns auf den Weg Richtung Aure und nehmen die Route über Orkanger und Kyrksæterøra. Eigentlich wollten wir die Fjord- und Inselwelt rund um Aura am nächsten Tag erkunden. Das Wetter und die Campingplätze erscheinen uns jedoch wenig einladend. So beschließen wir von Tømmervåg nach Seivika überzusetzen. Hier gibt es einen Campingplatz, der uns aber ebenfalls nicht gefällt. So fahren wir nach Kristiansund und weiter durch den Atlanterhavstunnelen. Wir sind bei der Durchfahrt 250 Meter unter dem Meeresgrund. Sehr cool.

Wir wagen wenig später einen Abstecher Richtung Nordosten und werden reich belohnt. Mit Lysø Camping auf der Insel Ljøsøya erreichen wie den vielleicht schönsten Übernachtungsplatz auf unserer Tour. Wie mieten uns das “Hühnerhaus” und beenden den Tag mit einem Spaziergang über diesen einzigartigen Ort. 

Tagesstrecke Frosta – Ljøsøya
Der Zugvogel

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