Geiranger – Nordfjord – Sognefjord

Dalsnibba

Dieser Artikel wird wohl recht lang. Tag, Strecke und Liste der Sehenswürdigkeiten sprechen dafür. 

Der Tag beginnt, wie der gestrige endete: Fjord, Kreuzfahrtschiff und bestes Wetter. Gegen 09:20 Uhr streichelt das sonore Nebelhorn der Costa Favolosa unsere Trommelfelle. Damit ist die Nacht beendet.

Zugvogel Campingplatztipp

Wir frühstücken, packen ein und machen uns langsam auf den Weg Richtung Geigranger und weiter hinauf über die Rv 63 hinauf auf den Dalsnibba. Wir stoppen am Flydalsjuvet, oberhalb von Geiranger und genießen die Aussicht über den Fjord.

Hier treffen wir auf drei junge Herren aus Thüringen. Alle sind auf ihrem Quad unterwegs. Um die Unterkunft auf der Reise möglichst angenehm zu gestalten, ziehen zwei in ihnen einen Klappfix aus DDR-Zeiten hinter sich her. Der Dritte hat einen Minicaravan, offenbar Marke „Eigenbau“ auf der Anhängerkupplung. Auf diese Weise bis hier her gekommen zu sein, fordert uns ein hohes Maß an Respekt ab. Wir kommen kurz in Gespräch: Brüder und Schwager sind hier unterwegs und der Geirangerfjord sei der geografische und emotionale Höhepunkt ihrer Tour. 

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Für uns geht es weiter hinauf. Gegen 12:00 Uhr erreichen wir den Dalsnibba. Wenn Ihr in der Gegend seit und das Wetter, und damit die Aussicht stimmt, scheut nicht die Mautgebühren und macht den Abstecher hinauf auf  1476 Meter über NN. Ihr werdet mit einem wirklich spektakulärem Ausblick belohnt. Einen höheren Punkt könnt ihr in Norwegen mit dem Auto kaum anfahren. 

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Gamle Strynefjellsveg

Wir fahren die mautpflichtige Straße wieder abwärts und erreichen wieder die Straße Rv 63. Auf dem weiteren Weg Richtung Osten könnten wir hinter dem Langvatnet den Abzweig auf den E 15 durch den beeindruckend langen Oppljostunnelen nehmen und uns recht schnell Richtung Styrn bewegen.

Wir entscheiden und anders und folgen der E 15 Richtung Osten, um hinter dem Breiddalsvatnet auf die Straße  258, dem Gamle Strynefjellsveg, abzubiegen.

Nehmt diesen Weg nicht, wenn Ihr Schotterpisten, Schlaglöcher und Schneebretter nicht mögt. Nehmt diesen Weg auf jeden Fall wenn Euch das „schei… egal“ ist und Ihr eine einmalige Hochgebirgslandschaft erleben möchtet. Wir haben schon einige Fjellstraßen in Norwegen absolviert. Der Gamle Strynefjellsveg ist eine der schönsten. Auch wenn man in diesem August das Gefühl hat den Weg im Februar zu erkunden. 

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Am Ende des Gamle Strynefjellsveg stoßen wir wieder auf die E 15 kurz nachdem sie den Oppljostunnelen an seinem Südportal verlassen hat. Seit dem höchsten Punkt der Fjellstraße auf ca. 1220 Meter  ü. NN begleitete uns die rauschende Videdøla. Auf dem bisherigen Weg wird sie von unzähligen kleinen Bächen und Rinnsalen gespeist.  
So gestärkt, stürzt Sie hier in zwei gewaltigen Kaskaden auf einer Länge von nur 2,5 Kilometern um die 400 Meter hinunter. An beiden Kaskaden, dem Videfossen und dem Øvstebrofossen gibt es Parkmöglichkeiten und tolle Aussichtspunkte von denen aus man dieses Naturschauspiel bewundern kann. 

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Weiter nach Styrn

Die E 15 schlängelt sich jetzt hinunter durch das Hjelledal zum Ort Hjelle am Strynvatnet. Wir finden einen malerische gelegenen Rastplatz am südlichen Ufer des Sees, der uns einen tollen Blick auf die uns umgebene Berg- und Wasserwelt eröffnet. Es nun schon nach 15:00 Uhr und wir wollen noch bis an den Sognefjord. 

Für den weiteren Weg wählen wir die  Strecke über Styrn, weiter entlang am Südufer des Nordfjords über Olden, Innvik und Utvik. Von hier aus geht es über einige Serpentinen hinauf auf über 500 Meter. Am der letzten Kehre gibt es die Gelegenheit für einen Stopp, der einen sehr schönen Ausblick über den Nordfjord bescheert. 
Nun wollen wir aber vorankommen. Nächste Stationen sind Byrkjelo und Skei. Auch wenn man Souvenirshops nicht mag, dem in Skei sollte man aber auf jeden Fall eine halbe Stunde seiner Zeit schenken. Familiengeführt bemühte sich hier der Seniorchef persönlich um manchen Gast. Ich fand hier auf jeden Fall meinen persönlichen Favoriten aus der großen Themenwelt Souvenir und Elch.

Bøyabreen und Supphellenbreen 

Letztes Thema für diesen Tag sollen die Gletscher sein. Daher nehmen wir nun die E 5 Richtung Sogndal. Zunächst führt und dieser Weg entlang des Nordufers Kjøsnesfjorden und dann durch den Frudalstunnelen hinter dessen Südostportal wir die Straße Richtung Bøyabreen verlassen. Der kurze Abstecher führt uns an den See unterhalb der Gletscherzunge, die hier noch relativ weit hinunter in das Tal reicht. Jetzt, es ist nun schon gegen 18:40 Uhr, macht sich hier ein besonders schönes Licht breit. Dank der fortgeschrittenen Tageszeit sind wir auch die einzigen Besucher und genießen die erhabene Stille dieses Ortes. Von diesem schönen Erlebnis motiviert, besuchen wir nun auch den Supphellenbreen der um die nächste Gebirgsecke liegt. Der Abstecher hierher ist ein ganzes Stück länger, aber ebenfalls lohnend. Der Anblick hier ist jedoch ein anderer. Her bricht sich der Gletscher über eine vielleicht 800 Meter hohe Felswand hinunter ins Tal. 

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 Nun geht es weiter nach Sogndal am Sognefjord. Hier und auf dem weiteren Weg am Nordufer des Fjords Richtung Westen finden wir kein Quartier. So nehmen wir die letzte Fähre es Tages und finden eine Hütte auf Fjellheim-Camping.

Zugvogel Hütteninfo

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Tagesstrecke Geiranger - Sognefjord
Tagesstrecke Geiranger – Sognefjord
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