Ein Toter, zwei Kraniche und ein Busen

Der Tote Wasserfall

Gestern noch weit im Land am Störnsjön bei Östersund und heute Nachmittag schon wieder an der Ostsee. Hohe Küste nennt sich dieser traumhafte Teil der Schwedischen Ostseeküste am Eingang zum Finnischen Meerbusen.  Unterwegs eine Toter Wasserfall – döda Fallet, ein einmaliges Naturschauspiel.

Der Morgen am Gesundensee erwartete uns mit schönem Wetter und dem Erfordernis sich um die Versorgung mit Wasser und die Entsorgung von Abwasser und Chemieklo zu kümmern. Die Gelegenheit der Versorgung ergab sich gleich 1 km unterhalb des Stellplatzes in Museumscafé «map» des Krångede-Wasserkraftwerkes. Eine nette deutschsprechende Dame nahm unsere 50 SEK Stellplatzgebühr für die vergangene Nacht entgegen und verwies ohne Nachfrage auf dem Wasserhahn am Haus, den wir auch sofort nutzen. Unser Wassertank war nun, nach 3 Tagen ohne nachzufüllen, fast leer. Auch einen Tipp zur Entsorgung haben wir bekommen. Da dieser jedoch nicht „deutschlandtauglich“ ist, keine weiteren Worte darüber.

Zugvogel Stellplatztipp

Die Nächste Station war eine Toter. Ein Toter Wasserfall, der seine Entstehung einer durch den Menschen gemachten Naturkatastrophe aus dem Jahr 1796 verdankt. Um das Holz aus der Gegend exportieren zu können, hat man neben dem Wasserfall einen Floßgraben angelegt. Die Konstruktion hielt jedoch einem Hochwasser im Jahr 1796 nicht stand. Der Graben und die Dämme brachen und ein ganzer See, der bis dahin den Wasserfall speiste, lief aus.
Dafür kann man den nun einen „Toten Wasserfall“ begehen. Eine sehr schöne Anlage «map» in der man viel über die o.g. Geschichte erfährt und außerdem sieht, was Wasser in einem Wasserfall für Formen gestalten kann. Wer dran vorbeifährt, der Halt lohnt auf jeden Fall.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Weiter ging es nach Sollefteå. Hier wollten wir eine wenig Lebensmittel einkaufen. Den Supermarkt haben wir nicht gefunden, sind aber dafür kurz durch das Zentrum geschlendert. Hier gab es ein kleines Volksfest, von dem offenbar „Radio F.R.E.I. – Erfurt“ in der schwedischen Variante berichtete.

Kraniche am Weg

Weiter ging es in Richtung Höga Kusten mit einer kurzen Mittagspause an der Straße 335. Bei Bromme bogen wir von der Straße 335 ab um direkt nach Bjästa und Köpmannholmen zu kommen. Hier waren zwei Kraniche zu bewundern. Ob die wohl über Thüringen und Meck-Pomm hierher kamen?

Diese Diashow benötigt JavaScript.

An der Hohen Küste

Dann stießen wir bei Köpmannholmen auf das Weltnaturerbe der Höga Kusten (Hohe Küste). Womit wir auch beim Busen wären, dem Finnischen nämlich, dem Finnischen Meerbusen. Die Landschaft einfach traumhaft. Sicher einer der „gesegneten“ Orte auf dieser Welt. Aber seht selbst. 

Hier noch eine kurze Badepause eingelegt und dann weiter Richtung Gullvik. Wir brauchten eine Stellplatz mit Stromversorgung. Dorthin „eskotierte“ uns so ein Ami-Schlitten, für die die Schweden wohl ein besonders Faible haben.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Der Zeltplatz hier war uns aber einfach zu groß. Also weiter Richtung E4 und einen Platz in der Nähe des Nationalparks Skuleskogen gesucht … und gefunden. Gleich an der Straße von Docksta nach Käxed «map». Eine kleine, aber internationale Campergemeinschaft war hier zu finden (Schweden, Italiener, Franzosen, Deutsche). Und ein sehr schöner Ort mit Blick über die Bucht.

Zugvogel Stellplatztipp

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Route am 26.07.2016
Print Friendly, PDF & Email

1 Kommentar zu „Ein Toter, zwei Kraniche und ein Busen“

  1. Pingback: Schweden - Die Hohe Küste - Zugvogel Reiseblog

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.