Am Cabo de Ortegal
16.6.2023
Nach einem Ruhetag am Playa de Arnela starten wir bei bestem Wetter zu unserer Fahrt Richtung Serra da Capelada. Über grüne Hügellandschaften, vorbei an galicischen Hórreos und mit immer neuen Blicken aufs Meer geht es über Valdoviño und Cedeira bis zu den spektakulären Steilklippen der Nordküste – ein eindrucksvoller Reisetag entlang Galiciens wilder Atlantiklandschaft.
Nach unserem Ruhetag, den wir gestern am Playa de Arnela bei Pedra de Sal verbrachten, brechen wir heute bei bestem Wetter gegen 12:00 Uhr auf. Als Ziel haben wir uns gesetzt, auf jeden Fall die Steilküsten der Serra de Capelada zu erreichen.
Bevor wir dorthin gelangen können, müssen wir jedoch zunächst den Inhalt unserer Kassettentoiletten entleeren und Trinkwasser tanken. Wir hoffen, auf der Strecke eine entsprechende Gelegenheit zu finden.
Um möglichst schnell voranzukommen, fahren wir zunächst einige Kilometer ins Landesinnere. Die hügelige Landschaft mit ihren Bauernhöfen und Dörfern steht in sattem Grün und ist durchaus schön anzusehen.
Auffällig sind die Hórreos, die auf vielen der Höfe stehen, an denen wir vorbeikommen. Diese Vorratsspeicher aus Granit oder Holz dienen der Aufbewahrung von Mais oder anderem Getreide. Oft stehen sie auf Stelzen ein gutes Stück über dem Boden oder sind anderweitig erhöht. Das dient dem Schutz vor Ratten und Mäusen, die unbedingt von dem wertvollen Lagergut ferngehalten werden müssen.
Die Firstspitzen der Giebel zieren häufig Kreuze oder andere Zierstücke. An die 30.000 Hórreos soll es in Galicien geben, und so sind sie durchaus ein typisches Symbol für diesen Landstrich.
Nach knappen zehn Kilometern erreichen wir die Autostrada da Costa da Morte. Die mautpflichtige Autobahn bringt uns über zwei Mautstationen nach A Coruña. Dort verheddern wir uns ein wenig im Gewirr der Schnell- und Hochstraßen sowie der Über- und Unterführungen. Schließlich finden wir aber den Weg auf die AP-9, die Autoestrada do Atlántico, auf der es weiter in Richtung Ferrol geht.
Auf den Besuch des berühmten Torre de Hércules in A Coruña verzichten wir. Den hatten wir bereits bei unserer ersten Spanienreise auf dem Programm.
Die Fahrt in Richtung Ferrol gestaltet sich kurzweilig, führt die Trasse doch in weiten Schwüngen durch die interessante Küstenlandschaft und überquert dabei mehrere Meeresbuchten, die hier weit ins Land hineinreichen.
Hinter Ferrol nehmen wir die AC-566, die uns auf schnurgerader Strecke nach Norden bringt.
In Valdoviño entdecken wir einen Hinweis auf eine Entsorgungsstation, die wir nicht auf dem Schirm hatten. Daher biegen wir im Ort am Kreisverkehr rechts ab. Dann geht es etwa 700 Meter die Straße bergan – und tatsächlich: oben am Hang finden wir einen kleinen neuen Stellplatz.
Um dort hinaufzugelangen, müssen wir eine recht steile Rampe bewältigen. Oben angekommen stehen bereits zwei Vans auf dem Vorplatz mit der Entsorgungsstation. Einer setzt zurück und macht uns den Platz vor der Schranke frei. Der andere steht direkt an der Entsorgungsstation, was uns jedoch nicht stört. Wir kommen problemlos an den Ausguss für die Toilettenkassette und können auch den Wasserschlauch nutzen.
Alles ist sauber und modern eingerichtet, inklusive Videoüberwachung und Toiletten. Vom Betreiber ist weit und breit nichts zu sehen. Die Ver- und Entsorgung kostet drei Euro, die wir in einem gelben Briefkasten am Nebengebäude hinterlegen.
Auf zwei Terrassen finden hinter den Schranken bis zu 30 Wohnmobile Platz. Die Fahrzeuge in der ersten Reihe genießen einen sensationellen Blick über Valdoviño bis weit hinaus aufs Meer.
Nachdem wir alles erledigt haben, geht es dank eingeschaltetem Hill-Holder problemlos die steile Rampe wieder hinunter.
Von Valdoviño bleiben wir auf der AC-556, die sich nun nicht mehr schnurgerade durch die Landschaft zieht. Ging es von Ferrol bis Valdoviño durch eine weite Ebene, wird die Landschaft nun wieder interessanter: Nahe dem Meer treffen wir erneut auf das galicische Küstengebirge, dessen Berge hier bis 260 Meter aufragen. Die Straße passt sich dieser lebendigen Topografie an und schlängelt sich um die Berge.
Wir umfahren den südlichen Teil der Ría de Cedeira und überqueren an deren Südseite den Río do Porto do Cabo, der bei Ebbe kaum mehr als ein Rinnsal in einer graubraunen Wattfläche ist. Dann ist Cedeira erreicht.
Hinter der Stadt beginnt eine der aufregendsten Landschaften an der Nordküste Spaniens. Rund 20 Kilometer lang und bis über 600 Meter hoch erstreckt sich die Serra da Capelada bis hinüber nach Cariño. Teile dieser Halbinsel zwischen der Ría de Cedeira und der Ría de Ortigueira kennen wir bereits und wissen, dass die höchsten Erhebungen dieses Gebirges direkt draußen an der Küste liegen.
Die Gesteine sind selten und uralt. Sie stammen aus dem Erdmantel in etwa 70 Kilometern Tiefe und wurden durch die Kollision tektonischer Platten vor rund 100 Millionen Jahren an die Oberfläche gedrückt. Eiszeiten sowie die Erosion von Wind und Wasser überformten die Landschaft später – ein Prozess, der bis heute anhält.
Von Cedeira fahren wir zunächst hinauf in die Berge. Unser Ziel ist die Punta da Candieira. Noch in Cedeira geht es steil bergan. Dann erreichen wir den für diese Gegend typischen Eukalyptuswald. Ab dort schlängelt sich die schmale Straße an der 240-Meter-Höhenlinie entlang.
Schließlich bricht der Wald auf, und wir haben die erwartete Aussicht über das Meer vor uns. In mehreren Serpentinen geht es nun etwa 150 Höhenmeter nach unten. Dort befindet sich eigentlich die Punta da Candieira. Da der Weg bis dorthin asphaltiert ist, hätte ich keine Bedenken weiterzufahren. Steffi ist angesichts der Erfahrungen auf dem Weg zum Praia de Vasca vor zwei Tagen jedoch strikt dagegen.
Also bleiben wir oben. Auf dem Gelände eines alten Steinbruchs, den sich längst die Natur zurückgeholt hat, gibt es eine ebene Terrasse, auf der wir gut parken können. Gleich daneben liegt der Miradoiro Punta Candieira, ein Aussichtspunkt mit beeindruckendem Panorama. Neben dem Blick über das Meer sehen wir weiter unten am Hang einen Verschlag aus Betonplatten, in dem die freilaufenden Pferde, die hier zur Landschaft gehören, Schutz vor Wind, Kälte und Regen finden. Zu unseren Füßen stehen Wilde Malve, Tausengüldenkraut und Glockenheide in voller Blüte.
Auf dem Rückweg nach Cedeira entdecken wir an einer Lichtung noch einen besonders beeindruckenden Blick über die Costa de Morte nach Südwesten, der uns am Miradoiro Punta Candieira so nicht möglich war.
In Cedeira ist die Abfahrt hinunter in den Ort eine kleine Herausforderung, da uns auf der engen Straße mehrfach Gegenverkehr begegnet.
Von Cedeira halten wir uns nach Nordosten und erreichen bald den nächsten mit dem Auto erreichbaren Aussichtspunkt in der Serra da Capelada: den Miradoiro Santo André de Teixido. Wir befinden uns jetzt auf etwa 350 Metern Meereshöhe.
Rechts unter uns erkennen wir gut den alten Wallfahrtsort Santo André de Teixido mit seiner Wallfahrtskirche, dem wir 2018 bereits einen Besuch abgestattet haben. In Richtung Nordosten eröffnet sich der Blick auf eine grandiose Küstenlandschaft, über der mit 611 Metern Höhe der höchste Gipfel der Serra da Capelada mit dem berühmten Aussichtspunkt Vixía de Herbeira thront.
Das Meer ist heute recht ruhig, dennoch vermitteln die Wirbel rund um die Felsen unten im Wasser einen Eindruck davon, mit welcher Gewalt der Atlantik seit Jahrmillionen an dieser Küste nagt.
Nach einem kurzen Aufenthalt verlassen wir den Miradoiro Santo André de Teixido um 15:15 Uhr und fahren weiter zur Vixía de Herbeira. Der Weg ist nicht weit, aber der Höhenunterschied beachtlich: Noch einmal geht es rund 250 Höhenmeter nach oben.
An der Straße unterhalb der Vixía de Herbeira befindet sich ein großzügiger Parkplatz. Von dort geht es ein Stück zu Fuß bergan, und wir stehen an einer der höchsten Klippen Europas.
Über 600 Meter geht es hier hinab. Die solitäre Lage der Vixía de Herbeira müsste eigentlich einen 360-Grad-Panoramablick ermöglichen – doch so ganz klappt das nicht. Denn oben auf dem Gipfel steht ein altes Haus, errichtet aus dem uralten Gestein, das das Gebirge hier hergibt.
Es handelt sich um die „Garita da Herbeira“, eine kleine steinerne Wachhütte. Sie war Teil einer Kette von Wachposten entlang der galicischen Küste. Von diesem strategisch wichtigen Ort aus ließen sich weit draußen auf dem Meer Schiffe erkennen. So konnten Schmuggel oder mögliche Angriffe frühzeitig entdeckt werden. Außerdem ließen sich von hier oben Signale geben, die von den Häfen an der Ría de Ortigueira gesehen werden konnten.
Egal, wo man an der Vixía de Herbeira steht: Will man ein 360-Grad-Panorama aufnehmen, steht der alte Wachposten immer irgendwie im Weg.
Das tut dem Besuch dort oben jedoch keinen Abbruch. Beeindruckend sind die Ausblicke hinaus auf das Meer und entlang der über 600 Meter hohen Klippen allemal. Im Osten liegt unter uns Cariño, im Südwesten sehen wir Cedeira und dahinter weitere Abschnitte der zerklüfteten Küste.
Landeinwärts dominiert im Vordergrund ein Windpark mit 44 Windturbinen. Dahinter erheben sich am Horizont die Ausläufer des Kantabrischen Gebirges.
Die nachhaltige Energieproduktion erfolgt hier übrigens im Einklang mit einer extensiven landwirtschaftlichen Nutzung. Davon zeugen frische Hinterlassenschaften von Milchvieh auf den Grasmatten des Monte de Herbeira. Die Tiere selbst sind zunächst nicht zu sehen. Erst ein Blick über die Steinmauer am Aussichtspunkt offenbart, dass sie tagsüber die Ungestörtheit am steilen Abhang bevorzugen.
Wir verbringen etwa eine halbe Stunde an der Vixía de Herbeira, dann machen wir uns auf den Weg zum nordöstlichen Ende der Serra da Capelada, dem Cabo de Ortegal.
Hierzu biegen wir von der DP-2205 auf die Estrada do Limo á Vacariza ab. Wenige Meter nach dem Abzweig warnt ein Straßenschild vor freilaufendem Vieh, und ein in die Straße eingelassener Eisenrost ist ein weiteres Zeichen dafür, dass das Land links und rechts als Weide genutzt wird.
Mehr Landwirtschaft wird hier auch nicht funktionieren: Das Gelände ist uneben, hier und da bricht Felsgestein hervor. Der Boden ist von einer Gras- und Strauchmatte bedeckt. Die vereinzelt stehenden Kiefern sind kaum größer als Gebüsch – zu rau sind die Bedingungen dort oben wohl.
Nach ein bis zwei Kilometern treffen wir auf eine Gruppe offenbar wild lebender Pferde. Ob es wirklich Wildpferde sind oder Nutztiere, die dort oben frei weiden dürfen, erschließt sich uns nicht. Wie dem auch sei: prächtig anzuschauen sind sie auf jeden Fall – vor allem, weil sich gerade zwei Hengste kabbeln, eine Szene, die wir leider nicht fotografieren konnten.
Ein Stück weiter erreichen wir an der Estrada do Limo á Vacariza den Miradoiro do Limo, von dem man einen guten Blick hinunter nach Cariño hat. Auch dort bleiben wir kurz und gönnen uns einen verspäteten Mittagsimbiss.
Dann führt die Straße durch einen lichten Mischwald in einigen Kehren hinunter, bis wir auf die gut ausgebaute Straße zum Cabo de Ortegal stoßen. Von dort aus ist die wichtige Landmarke mit dem bekannten Leuchtturm schnell erreicht.
Geografisch ist das Cabo de Ortegal bedeutend, weil hier die Biskaya beginnt. Diese wegen ihrer Stürme berüchtigte riesige Meeresbucht endet an der bretonischen Pointe Penmarc’h im Nordwesten Frankreichs. Noch wissen wir nicht, dass die Küste der Biskaya bis weit in die Bretagne hinein zum Kompass unserer nächsten Reisetage werden wird.
Darüber hinaus ist das Cabo de Ortegal mit dem Faro de Cabo de Ortegal und der großen Aussichtsterrasse in 117 Metern Höhe über dem Meer einfach ein genialer Ort, wenn man die Rauheit von Meer und Küste erleben will – gerade auch, wenn man wie wir heute Glück mit dem Wetter hat. Denn als wir 2018 schon einmal hier waren, verschwand das Cabo de Ortegal mitsamt Umgebung in weißem, zähem Nebel.
So holen wir heute nach, was uns damals verwehrt blieb: Nachmittagssonne, Blick auf das Meer, hinunter auf die Klippen und die steil aufragenden Berge der Serra da Capelada hinter uns. Nur das Rauschen der Brandung ist das gleiche wie vor fünf Jahren.
Es ist kurz nach 17:00 Uhr, als wir uns anschicken, dem Cabo de Ortegal Ade zu sagen. Wir überlegen, wie es für heute weitergehen soll.
Wir entscheiden uns, heute noch ein längeres Stück zu fahren und uns mit einem Sonnenuntergang am Faro de antiguo San Augustín bei Navia zu belohnen. Auch diesen Platz kennen wir von unserer Reise 2018 – damals stand er in unserem Ranking der schönsten Stellplätze ganz oben.
Bis dorthin sind es rund 150 Kilometer, sodass wir gegen 19:30 Uhr ankommen sollten. Also fahren wir hinunter nach Cariño und durchqueren die kleine Hafenstadt an der Ría de Ortigueira, ohne sie näher in Augenschein zu nehmen. Hinter Cariño reicht die Bucht weit ins Land hinein, und wir müssen sie westlich und südlich umfahren. Auf den kleinen Straßen kommen wir nur langsam voran.
Südlich der Stadt Ortigueira stoßen wir auf die deutlich besser ausgebaute CG-1.3. Dort geht es flotter voran. Die teilweise dreispurig ausgebaute Strecke führt an zeitaufwendigen Ortsdurchfahrten vorbei bis nach Espasante, wo sich die AC-862 anschließt. Diese erspart uns zwar nicht alle Ortsdurchfahrten, dennoch kommen wir gut voran.
Nach weiteren 30 Kilometern erreichen wir Viveiro. Für einen Abstecher zum herrlich gelegenen Praia Xilloi, den wir 2018 besucht hatten, fehlt uns heute die Zeit. In Viveiro denken wir an die damalige Protestaktion der Einwohner und Hoteliers gegen Baumaßnahmen an der Fahrrinne des Hafens, die die Existenz des Playa de Covas gefährdeten. Was mag aus dieser Geschichte geworden sein?
Von Viveiro geht es nochmals rund 40 Kilometer über Land- und Nationalstraße, bis wir kurz vor 19:00 Uhr endlich die A-8, die Autopista del Cantábrico, erreichen. Diese bringt uns nun deutlich schneller in Richtung Osten.
Bei Ribadeo überqueren wir die Ría de Ribadeo o del Eo, die trichterförmige Mündung des Flusses Eo, lassen damit Galicien hinter uns und erreichen Asturien.
Bei Navia verlassen wir die Autobahn und fahren hinaus zum Cabo San Augustín – nur um dort die Enttäuschung dieses langen Tages zu erleben. Ein Verbotsschild weist unmissverständlich darauf hin, dass das Übernachten mit dem Wohnmobil dort nicht mehr gestattet ist. Wir können es kaum glauben, aber es lässt sich nicht ändern.
Wir befragen Park4Night nach der nächstgelegenen Alternative, die uns im etwa 15 Kilometer entfernten Puerto de Vega angezeigt wird. Also nehmen wir auch noch diese – für heute hoffentlich letzte – Etappe in Angriff.
Wir fahren hinunter nach Navia. Von dort führt uns die NV-2 durch die hügelige Küstenlandschaft in die kleine Hafenstadt Puerto de Vega. Die Beschilderung im Ort leitet uns über die Calle del Muelle direkt am kleinen Hafenbecken entlang zu einem Parkplatz neben einer mächtigen Mole, die die Hafeneinfahrt gegen die Stürme der Biskaya schützt. Um 20:04 Uhr stellen wir den Motor ab.
Hier stehen bereits sechs Wohnmobile. Wir werden freundlich von einem Nachbarn im rheinischen Dialekt begrüßt. Für längere Konversation fehlt uns jedoch die Energie – nach den vielen Stunden Fahrt haben wir nun wirklich Hunger.
Also machen wir schnell die Räder fertig. Wir wollen den kleinen Hafen erkunden und dabei im besten Fall auf ein gutes Restaurant stoßen.
Wir nehmen den Weg entlang des Hafenbeckens, über den wir gekommen sind. Es ist gerade Ebbe, und im vorderen Teil des Hafens liegen kleine Sportboote ohne Kabinen oder Kajüten.
Ein Stück weiter kommen wir an der Bar Chicote vorbei. Davor sitzt an einfachen Tischen eine Gruppe wetter- und arbeitsgegerbter Männer – vermutlich Fischer, deren Boote gleich nebenan liegen. Sie lassen den Tag wohl bei ein paar Bieren und einem kleinen Palaver ausklingen.
Gegenüber steht mit strahlend weißer Fassade und marineblauen Akzenten die alte Fischhalle von Puerto de Vega. Authentischer könnte dieser Ort kaum sein.
Am Ende des Hafenbeckens finden wir schließlich das Restaurante La Marina. Die Speisekarte im Aushang verspricht so manche maritime Leckerei – genau das Richtige für uns. Gerne hätten wir draußen gesessen, doch die drei Tische unter der Markise sind bereits besetzt. Also nehmen wir drinnen Platz und sind zunächst die einzigen Gäste.
Da wir heute Abend das Bergfest unserer Tour feiern, gönnen wir uns etwas Besonderes: Bier und Wasser gegen den Durst, Calamares mit Pommes als Vorspeise, Steinbutt und Entrecôte als Hauptgang, für Steffi zum Nachtisch ein Stück Mandel-Heidelbeer-Tarte mit Kaffee und für den weiteren Abend eine Flasche wunderbar fruchtigen Weißwein von den Rías Baixas, die wir erst vor wenigen Tagen besucht hatten.
Es ist ein wunderbarer Abend. Wir lassen den ersten Teil unserer Reise Revue passieren und sind uns sicher, dass wir für diese erste große Tour mit dem eigenen Wohnmobil die richtige Richtung eingeschlagen haben.
Gegen 22:30 Uhr verlassen wir das Restaurant und sind froh, wieder an der frischen Luft zu sein. Das Lokal hatte sich inzwischen bis auf den letzten Platz gefüllt, was nicht nur mit einem stetig wachsenden Geräuschpegel verbunden war – auch der Sauerstoffgehalt im Gastraum schien mit der Zeit deutlich abzunehmen.
Trotzdem können wir das Restaurante La Marina in Puerto de Vega uneingeschränkt weiterempfehlen.
Wir sind mit dem Tag und dem Abend zufrieden. Vorbei am Hafen, wo nun alles still zu sein scheint, fahren wir zurück zum Wohnmobil. Auf die Mole klettern wir nicht mehr – die Sonne dürfte vor etwa 20 Minuten in den Wellen der Biskaya untergegangen sein.
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