Sevilla – Zahara de la Sierra

Der Real Alcázar, der königliche Palast mit seinen fantastischen Gärten und die grandiose Kathedrale von Sevilla sind zwei herausragende Höhepunkte auf unserer Reise durch Spanien. Am Abend fuhren wir dann noch hinauf in die Sierra de Grazalema, wo wir den Tag bei Zahara de la Sierra unter einem tollen Sternenhimmel beendeten.

Sevilla

Der Tag beginnt leise für einen Parkplatz, auf dem sich um die 60 Wohnmobile für diese Nacht versammelt haben. Um 7:00 Uhr ist noch alles still. Die leichten Federwolken schimmern im Morgenrot. Ich nutze die frühe Stunde für ein paar Zeilen, bin schon drei Tage im Rückstand. 

Gegen 8:30 Uhr spüren wir zunehmende Aktivität um uns herum. Nun ist es Zeit selbst „in die Gänge“ zu kommen. Frühstück, stadtfein machen und die Räder aus der Heckgarage geholt. Es geht auf die andere Seite des Canal de Alfonso XIII. Hier kommen wir auf der Promenade des Christoph Columbus schnell voran. In der Ferne grüßt der Torre Sevilla.  Um 09:50 Uhr erreichen wir die Kathedrale und gleich gegenüber die Warteschlange, die sich an die Mauern des Real Alcázar geschmiegt hat. Wir reihen uns ein. Egal wie lange es dauert, hier wollen wir unbedingt hinein. Es wird jedoch eine Geduldsprobe. Unter den vielen Wartenden herrscht aber eine gute, erwartungsvolle Stimmung.

Wir machen so mache bevorzugte Arten aus, wie man die Wartezeit totschlagen kann.

  • Erster Platz: Small Talk – uns umgibt ein babylonisches Sprachengewirr.
  • Zweiter Platz: Bücher lesen – auch das Werk über Coco Chanel, dass Steffi gerade am Wickel hat, ist in mehreren Sprachvarianten auszumachen.
  • Dritter Platz: yoga-artige Lockerungsübungen – Die vollzieht zwar nur einer unter den hunderten von Wartenden. Er stiehlt aber allen anderen eindeutig die Show.
  • Vierter Platz: Getränke beschaffen unter einer immer höher steigenden Sonne.  
  • Fünfter Platz: Die edlen Pferde vor den Kutschen auf dem Plaza del Triunfo bewundern.

Nach etwa zweieinhalb Stunden sind wir noch immer in der Schlange, nun aber vom Schwanz an den Kopf vorgerückt. Vorwärts geht es für die Besucher ohne vorab gebuchtes Ticket immer nur schubweise. Vielleicht 30 Personen alle Viertelstunde. Der Wachmann am Einlass zu den Kassen beherrscht die Situation mit bewundernswerter Ruhe und Souveränität. Jeder Versuch von besonders „wichtigen“ Zeitgenossen die Schlange gleich am Kopf zu packen wird nonchalant und konsequent pariert. 

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Real Alcázar

Nach fast drei Stunden werden wir eingelassen. Vor den Kassen ist aber noch ein Sicherheitscheck wie an einem Flughafen zu überstehen. Und wir haben natürlich ein Taschenmesser dabei. Das gute Opinell, ein Weihnachtsgeschenk von vor Jahren. Freundlich wird es sichergestellt und mir eine Quittung für die Aushändigung nach unserem Besuch des Real Alcázar ausgehändigt. Bevor wir dieses Wunder nun betreten, leisten wir uns an der Kasse gegenüber noch einen Audioguide in deutscher Sprache. Der ist auf jeden Fall allen n zu empfehlen, die diesen Palast ohne einen Führer erkunden wollen.

Patio Leon, Sala de la Justicia und Patio del Yeso

Einen ersten Eindruck von dem was uns nun erwartet, bekommen wir im Patio Leon, im Sala de la Justicia und im Patio del Yeso. Die maurischen Elemente dominieren. Alles ist von Leichtigkeit und Licht getragen. Die filigranen Wandelemente sind atemberaubend, die Einbindung von fließendem Wasser in die Architektur wunderschön und die Verbindung von Gärten und Gebäuden sehr harmonisch. Das ist aber nur ein Vorgeschmack von dem, was uns in den nächsten Stunden erwartet. 

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Patio de la Monteria

Der Patio de la Monteria, der Jagdhof, ist das grandiose Entree für alles was uns nun folgt. Die Fassaden sind auch hier maurisch geprägt und sehr filigran. Vorboten einer Zauberwelt wie aus tausend und einer Nacht. 

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Rechts unter den Kolonaden gelangt man u.a. in die Capilla de la Virgin de los Navegantes, die Kapelle der Jungfrau der Seefahrer. Sie ist den Größen der Seefahrt jener Tage und natürlich der Entdeckung Amerikas gewidmet. Das zentrale Altarbild von Alejo Fernández kündet erstmals in der Kunstgeschichte von der Entdeckung des Doppelkontinents. Die Wände zieren die Wappen der Admiräle, die die damals größte Seemacht der Welt anführten.

Weiter geht es durch die Casa und den Patio de la Asistente – auch die Bediensteten sollten es hier gut haben – in den Garten der Prinzen. Hier bekommt man einen ersten Eindruck, was maurischen Gartenkunst vermag. Die Columna da Al-Mutamid führt dann in den eigentlichen maurischen Palast.

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Patio de las Doncellas

Um den Hof der Mädchen – Patio de las Doncellas – dem Herzstück des Palastes gruppieren sich verschiedene Räume, die in ihrer Pracht kaum zu übertreffen sind. Es sind in erster Linie die filigranen maurischen Motive und Ornamente die uns so beeindrucken. Sie schmücken Wände und Decken. Aber auch die Sichtachsen zwischen den Räumen und in den Patio de las Doncellas stellen eine vollendete Harmonie her. Bögen im maurischen Stil über den Durchgängen tun ihr Übriges um das prachtvolle Gesamtbild abzurunden. 

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Dann treten wir hinaus auf den Patio de las Doncellas. Wir versuchen uns gedanklich um Jahrhunderte zurück zu versetzen. In einer sonst von Stein- und Lehmhütten geprägten Welt, muss dieser Hof auf den Besucher einen ungeheuren Eindruck gemacht haben. Ein unfassbares Wunder in der damaligen Zeit. Neben der maurischen Ornamentik ist auch hier das fließende Wasser ein wichtiges Gestaltungselement. Die kleinen Orangenbäume im Patio de las Doncellas entspringen einen Grund, der deutlich unter dem Niveau des Hofes liegt. So kann man mit den Armen die Früchte der Bäume erreichen. Eine Anspielung auf die Beschreibung des Paradieses im Koran. 

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Zurück in den Schatten der Räume ringsum kommen wir in den Puppenhof. Hier kann der aufmerksame Besucher neben den reichen maurischen Ornamenten, die sonst frei jeglicher figürlicher Elemente sind, zwei Puppenköpfe finden. Daher der Name dieses Hofes, der heute von einer Glaskuppel überdacht ist. Auch der Streifzug durch die anderen, an den Patio de las Doncellas anschließenden Räume bringt uns tolle Einblicke. 

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Der gotische Palast

Dann geht es hinüber in den gotischen Teil des Palastes. Er geht aus Kaiser Karl V. zurück. Hier nur Carlos I. genannt. Er war immerhin ein Kaiser des Heiligen Römisches Reiches aus dem Haus der Habsburger. Er war der erste König Spaniens, der über mehrere spanische Reiche (Kastilien, Leòn und Aragòn) herrschte. Und er ließ es sich gut gehen, hier im Real Alcázar. Als christlicher König wohl nicht ganz so mit dem maurischen Wohnstil vertraut, hat er kurzer Hand einen Teil das Palastes im Stil der Gotik überbauen lassen. Ein interessanter Kontrast zu der sonst hier dominierenden Mudèjar-Architektur.

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Die Gärten

Nun geht es hinaus in die großen Gärten, die sich nach Osten dem Palast anschließen. Vom Estanque de Mercurio, dem Becken des Merkur, hat man einen tollen Blick in weite Teile des Parks. Besser ist die Aussicht noch von der Galeria del Grutesco. Sie teilt die Anlage in einen nördlichen und in einen südlichen Teil und bildet die architektonische Dominante in den sonst von Hohen Palmen beherrschten Gärten.

Wie kommen an dem Pavillon vorbei, in dem sich Kaiser Carlos I. oft zurückzog und der nun seinen Namen trägt. Vorbei am Brunnen des Neptun erreichen wir wieder den Jardin de la Daza, in dem viele Feste sicher nicht nur mit Tänzen begangen wurden. 

Hier ist auch der Zugang zum Bad der Doña Maria de Padilla, der Mätresse von Peter I. dem Grausamen, König von Kastillien und León, zu finden. Angenehm kühl ist es hier unten. Und hinten am Wasserbecken werfen natürlich auch wir eine Münze über die Schulter ins kühle Nass und hoffen auf die Erfüllung eines Wunsches.  

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Alcázar – ein Fazit

Der Palast ist phantastisch und das Warten heute Morgen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Auch wenn es noch eine Stunde länger gedauert hätte.

Der Real Alcázar ist zauberhaft, exotisch, märchenhaft, königlich und und und…  Ich vermag mit Worten die unendlichen Eindrücke nicht zu beschreiben die uns in den Mauern und Gärten dieses einzigartigen Ortes berührten. Vielleicht können das die Bilder ja besser.

Ein Tipp noch: Wenn ihr an keiner Führung teilnehmt, leistet Euch auf jeden Fall den Audioguide. Auch wenn er fünf Euro pro Person kostet, ist es gut investiertes Geld. Ohne ihn ist das Erlebnis weniger als die Hälfte wert.

Nach drei Stunden stehen wir wieder in der Wirklichkeit und in der nächsten Schlange.

Catedral de Sevilla

An der Kathedrale geht es aber viel schneller. Nach zwanzig Minuten Wartezeit auf dem Platz vor der prächtigen Puerta del Principe haben wir unsere Tickets in der Hand und wieder einen Audioguide um den Hals. 

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Als wir in den Kirchenraum kommen, haben wir den Eindruck, eine Stadt in einer Stadt zu betreten. Eine sakrale Markthalle sozusagen. Es ist das größte Gotteshaus, in dass wir je unsere Füße setzten. Nur der Petersdom in Rom und St. Pauls Cathedrale in London sind größer. Beides konnten wir noch nicht besuchen. Also ist das nun unser Superlativ in Sachen sakraler Monumentalbau.

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Die Seitenkapellen

Der gut gemachte Audioguide führt uns vorbei an der Rückseite des gewaltigen Chores und beginnt uns die Seitenkapellen vorzustellen. Er startet dabei an der Capilla de San Francisco an der Nordseite und arbeitet sich dann gegen den Uhrzeigersinn vorwärts. Wir haben einiges vor uns. Um den Chor reihen sich allein 18 Seitenkapellen. Hinzu kommen diverse Sakristeien und Säle. Und dann natürlich, nicht zu vergessen, rund um die Vierung der fünfschiffigen Basilika der Hauptaltar in der Capilla Real, der gewaltige Chor, der prächtige Silberaltar und das Grabmal des Christoph Columbus. 

Da werden wir ein wenig selektieren müssen, um bis 17:00 Uhr einen Überblick zu bekommen und anschließend noch den Organgenhof erkunden zu können. Von den Seitenkapellen bleiben die Kapelle der unbefleckten Empfängnis, die Kapelle der Jungfrau von Antigua, die Kapelle San Antonio und das Grabmal des Bischofs Cervantes in der Kapelle San Hermenegildo in besonderer Erinnerung. Übrigens ein wankelmütiger Zeitgenosse dieser Bischof in den Zeiten von Papst und Gegenpapst und Absolvent der Universität von Salamanca

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Die Vierung

Der Höhepunkt ist sicher der Bereich um die prächtige Vierung – der Kreuzung von Längs- und Querschiff. Allein die Deckengewölbe sind den Weg hierher Wert. Sie sind aber fast unbedeutend gegenüber dem was am Boden rund im die Vierung angeordnet ist. An der Nordseite der schillernde Silberaltar, der von einer gewaltigen Monstranz überstrahlt wird. Gegenüber das sehr originell gestaltete Grabmal des Christoph Columbus. Es bildet in seiner Art einen interessanten Kontrast zu der Welt der Kapellen, Säle und Sakristeien ringsum – ein Monument in einem Monument sozusagen.  

Westlich der Vierung erhebt sich der gewaltige Chor. Das Gestühl strebt, vorangetrieben von einmaligen Schnitzereien, in unerwartete Höhen. Dem Chor gegenüber dann die gewaltige Capilla Real mit dem Hauptaltar. Ihn schmückt das größte Retabel der Welt. Es ist nicht nur in den Dimensionen Höhe und Breite unübertroffen. Auch die Pracht, der Detailreichtum und die Harmonie suchen ihres Gleichen. 

Ich verbringe hier eine lange Zeit. Sitze einfach im Gestühl unter der Vierung und lasse diese vier Wunder auf mich wirken. Steffi nutzt diese Zeit um den Torre Giralda zu erklimmen. Wir hatten uns in der Bewunderung der Pracht ringsum einfach aus den Augen verloren und sind nun jeder auf eigene Faust unterwegs. 

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Der Orangengarten

Ich verlasse die Kirche vorbei an dem riesigen Silberaltar und finde mich im Orangenhof gleich unterhalb der Puerta de la Concepción wieder. Während ich im Schatten der Organgenbäume das gesehene Revue passieren lasse, ist Steffi noch oben auf den Torre Giralda unterwegs und sammelt Eindrücke von oben. Eine halbe Stunde später treffen wir uns hier unten wieder. Bevor wir den Orangengarten und damit die Kathedrale verlassen, bleibt noch eine Frage zu stellen. Mit „Where is the crocodile“ wenden wir uns an eine nette Hostess, die in einem kleinen Schalterhäuschen ihren Dienst versieht.  Es geht uns bei der Frage um ein exotisches Mitbringsel das ein liebestoller Ritter einst seiner Angebeteten zu Füßen legte. Nun hängt es geschnitzt über der Puerta del Lagarto, der Eidechsenpforte. Wie passend!

Aufbruch in die Sierra de Grazalema

Eigentlich haben wir Lust noch einen Tag in Sevilla zu bleiben. Zu viele Dinge gäbe es noch zu entdecken. Leider gibt es einen sehr banalen und unappetitlichen Grund der dem entgegen steht. Unser Wohnmobil benötigt dringend eine Entsorgung. Besonders das Chemie-WC ist am Ende seiner Aufnahmekapazität. Ein Problem das sich auf unserem Stellplatz in Sevilla genauso wenig lösen lässt, wie dort alternativ ein WC zur Nutzung durch die Gäste bereit stehen würde.

So machen wir uns mit den Rädern auf dem Weg zum Wohnmobil, um von dort aus in Richtung Süden zu fahren. 

Am Stadtrand von Sevilla finden wir gleich an der A-375 ein Einkaufszentrum, an dem wir nicht nur unsere Vorräte an Verpflegung aufstocken, sondern auch die Tankanzeige für unseren Kraftstoff  wieder auf ein akzeptables Maß heben können. Was uns hier auffällt ist der Sicherheitsdienst der am hellerlichten Tag über den Parkplatz patroulliert. Das dies hier durchaus notwendig ist, ist auch eine Seite unseres aktuellen Gastlandes.
Später finden wir an einer Tankstelle an der Schnellstraße dann auch noch eine Gelegenheit, unser Bordtoilette wieder in einen gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen. 

Bei Uterea endet die vierspurig ausgebaute Schnellstraße und wir müssen in Sachen Geschwindigkeit kleinere Brötchen backen. Auffällig ist nun die Landschaft mit wiederum einem ganz eigenen Charakter. Auffällig ist aber auch ein seltsamer Konvoi der uns entgegen kommt. Zunächst ein Traktor, der unverkennbar eine Art Prozessionswagen zieht. Dem folgen 10 oder 12 weitere Traktoren, die so etwas wie moderne Planwagen im Schlepp haben. Wir können uns bis heute leider keinen Reim darauf machen.

Zahara de la Sierra

Die Suche nach einen Stellplatz rund um den traumhaft gelegenen Ort Zahara de la Sierra wird zu einer kleinen Odyssee. Schuld daran hat unsere die Promobil-Stellplatz-App. Wir folgen ihr blind, nur um festzustellen, dass der wirklich schwer zu erreichende Stellplatz geschlossen hat, und vom Gelände her für unser Wohnmobil nicht geeignet ist. Das ist sehr ärgerlich.

Trotzdem endet der Tag versöhnlich. Wir stehen mit drei anderen Mobilen unterhalb von Zahara und oberhalb des Stausees Embalse de Zahara-el Gastor. Ein traumhafter Ort, über dem sich später ein grandioser Sternenhimmel breit macht. 

Als es schon dunkel ist, klopft eine junge Dame an unser Fenster und erkundigt sich auf englisch nach unserem Woher und Wohin. Sie berichtet ihrerseits, das Sie und Ihr Freund aus Kolumbien nach Spanien gereist sind, um dieses Land zu entdecken. Sie in in einem Fiat 500 unterwegs, in dem auch übernachtet wird. Das ist sehr sportlich denke ich mir, aber sicher auch unendlich romantisch.

Was vom Tag bleibt

Von dem Tag bleiben noch eine bemerkenswerte Erinnerung und eine wichtige Überlegung. Zunächst die Erinnerung: 

Die Erinnerung

Unter den vielen Besuchern in der Kathedrale von Sevilla fiel mir ein junges Paar auf. Er großgewachsen, sportlich gekleidet. Ein moderner Spanier wir er im Buche steht. Ob Sie eine Schönheit ist, war nicht zu erkennen. Denn Sie war bis auf die Augen in grauem Gewand voll verschleiert. Ich denke aber schon sie eine Schönheit ist und sie ihren Spross mit Stolz in einem sehr modernen Kinderwagen durch diesen durch und durch katholischen Ort vor sich her schob. Welch ein schönes Bild an diesem Ort in dieser Zeit.

Die Überlegung

Die Kathedrale von Sevilla ist sicher ein Höhepunkt im Schaffen der Christenheit. Sie wurde in den Jahren 1401 bis 1519 im Stil der Gotik auf den Überresten der im 12. Jahrhundert errichteten arabischen Mezquita Mayor gebaut.

Hier einige wichtige Jahreszahlen aus dieser Zeit und danach:

  • 1492 – Christoph Columbus landet in der Karibik
  • 1497 – Amerigo Vespucci erreicht in spanischen Diensten das heutige Mexico.
  • 1519 bis 1521 – Hernàn Cortés sorgt für den Untergang der atztekischen Kultur verbunden mit dem Tod aber Tausender Indios.
  • 1532 – Francisco Pizarro, ebenfalls in spanischen Diensten, zerstört die Kultur der Inka. Auch hier wird ein ganzes Volk vernichtet.
  • 16. und 17. Jahrhundert – Sevilla ist der Hauptumschlagsplatz des Seehandels mit Amerika und gelangt zu ungeahnter Blüte.

Wir Europäer sollten demütig sein und allen Völkern auf allen Kontinenten die Hand reichen, auch wenn sie an unsere Pforten klopfen. Unsere Schuld ist groß genug – auf allen Kontinenten, die Antarktis vielleicht ausgenommen. 

Als es dann ganz finster geworden ist, raffe ich mich nochmal auf um Stativ, Kamera und Fernauslöser auf den einmaligen Sternenhimmel zu richten und ihn in Pixeln festzuhalten.

110 Kilometer von Sevilla nach Zahara de la Sierra
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