Norwegen 2015

25. Juli 2015

Sandvika – Andenes – Stave

Es wir nicht wärmer. 10°C zeigt das Thermometer heute morgen. Es ist trüb und die Wetteraussichten nicht sonderlich gut. Wir fassen den Entschluß heute auf Andøya, die nördlichste Insel der Vesteralen zu wechseln. Bei dem Wetter bleibt ohnehin nicht mehr als den Tag im Auto zu verbringen.
Den ersten Stop legen wir auf Rastplatz am Ausnesfjord ein. Auch dieser Platz ist super hergerichtet. Ein bequemer Weg über Holzstegen führt über den Fels zum nahe gelegenen Aussichtspunkt  mit Blick über den Fjord und auf die malerisch gelegene Kirche von Sildpollnes. Auch an Rollifahrer ist gedacht worden. Sie haben einen eignen ebenen Steg. Fußleisten sorgen dafür, das man mit dem Rolli nicht vom Weg abkommen kann. 

 Weiter geht es nach Fiskebøl wo wir die Fähre nach Melbu erreichen. Es ist eine recht schmucklose Überfahrt, trüber Himmel, glatte See, kaum schöne Aussichten. Auf dem weiteren Weg von Melbu nach Stokmarknes beobachten wir, dass hier der eingeschleppte Riesen-Bärenlau entlang der Straße zu einer wahren Landplage geworden ist. Die Straße führt vorbei an Stokmarknes, wo wir einen Besuch im Hurtigrutenmuseum ausschlagen. Hinter der imposanten Hadselbrua, die ein einem mutigen Bogen den Langøysundet überquert, legen wir einen kurzen Fotostop ein. Über Sortland, Forfjord und Dragnes erreichen wir die Insel Andøya. Kein Vergleich zum Landschaftsbild der Lofoten. Genauso habe ich mir immer die Tundra vorgestellt. Nur das hier das Meer immer sehr nahe ist. Bei Myre nutzen wir die Abfahrt um von der Fv 82 nach Westen abzubiegen und von der Ostseite auf die Westseite der Insel zu wechseln. Hier erwartet uns der Nordatlantik mit seinen endlosen Weiten. Es ist inzwischen 14:00 Uhr. Wir kommen vorbei an Stave mit seinem Campingplatz mit einem Super originellen Wellnessangebot. Später davon mehr. 

Auf dem Weg nach Andenes halten wir kurz auf dem Bleik Rasteplass und genießen den Blick auf den Nordatlantik und seine spektakuläre Küste.

In Andenes angekommen steuern wir umgehend die Walsafari-Station an. Wir zahlen auf Verdacht den vollen Preis für eine Safari am nächsten Tag um 15.00 Uhr und sind damit auf einer Warteliste. Kommt der Deal nicht zustande erhält man sein Geld zurück. Nun noch ein Quartier suchen. In Andenes gibt es zwar einen schön gelegenen Campingplatz. Wir erinnern uns aber an diese ungewöhnliche Angebot in Stave und fahren die 27 km wieder zurück.  

Stave Hot Pools – das wird ein Höhepunkt unserer Reise. Zunächst denkt man,  Laa-Laa, Tinki Winki und Po von den Teletubbies hätten hier ihre Wohnstadt. Nur es sind nicht drei sondern fünf kleine Hügel die am Rand des Campingplatzes unvermittelt aus der Tundra wachsen. Jeder ca. drei Meter hoch.
Als wir gegen 16:30 Uhr einchecken und das Zeit aufbauen ist es sehr ungemütlich. 9 °C (gefühlt 5 °C), trüb und irgendwie sehr feucht. Glücklicherweise beleibt und aber Regen erspart. 
Jetzt kommen die Hügel ins Spiel. Jeder verbirgt unter eine groben Bretterluke einen Whirlpool der auf 38 °C tempiert ist. Genau da brauchen wir jetzt!!! Die umgerechnet ca. 50 € für die nächsten anderthalb Stunden sind gut investiert. Einfach genial, man liegt in einem heißen Pool in der Tundra mit freien Blick auf den Nordatlantik. Gut aufgewärmt beenden wir im Zeit den Tag.

 Hier noch die Tagesroute vom 25.7.2015

24. Juli 2015

Moskenes Camping – Sandvika

Es ist kühl auf den Lofoten. Aufbruch noch vor 9:00 Uhr. Zunächst geht es an die Südwestspitze der Inselkette. Das Stockfischmuseeum in Tind liegt verschlossen und um diese Tageszeit noch ein wenig verschlagen am Hafen von Tind. Ein zwei Fotos und wir machen uns auf den kurzen Weg zum Ort mit dem kürzesten Namen auf den Lofoten – Å. Hinter dem kurzen Tunnel finden wir einen Parkplatz den auch viele Wohnmobilisten für eine Übernachtung nutzen. Gleich am Parkplatz sind wir verblüfft über schier unzählige Menge an Dorschköpfen die auf riesigen Gestellen aufgefädelt darauf warten, dass die Meeresluft ihnen ausreichend Feuchtigkeit entzieht um haltbar zu sein. Die Köpfe sind die schlechteste Stockfischqualität, die ausschließlich für Abnehmer in Afrika bestimmt ist.

Ein kleiner Fußmarsch in Richtung Meer zeigt das so mancher auf diesem Terrain das norwegische Jedermannsrecht nutzt und sein Zelt auf dem felsigen Boden aufgeschlagen hat.

Da hier wie Welt für den Autofahrer zu Ende ist, machen wir uns auf den Weg nach Nordosten und legen kurze Fotostops in Tind ein. Gegen 10:20 Uhr erreichen wir Reine. Das Imagebild der Lofoten. Auch wir lassen die Auslöser der Kamera die Ruhe an diesem Ort stören und legen den nächsten Halt in Hamnøya und gleich anschließenden am Rastplatz Ølkonvatnet ein. Wenn ich mal groß bin und ein Haus habe, stelle ich mir auch so schöne Steinbänke in den Garten – feinster  Granit.

Unser nächstes Ziel ist eigentlich Flakstadt. Dort gibt es einen (Bade)Strand. Auf dem Weg dorthin, kurz vor Ramberg fällt uns die imposanten Brücke in Richtung Fredvang auf. Wir beschließen den Abstecher zu wagen und folgen der Straße bis zum Wanderparkplatz in Yttersand. Wir werden mit tollen Ausschichten über die Bucht mit Ihrem Sandstrand belohnt. Andere nutzen diesen Ort offenbar als Ausgangspunkt für Wander- und Trekingtouren. 

Nun machen wir uns auf den Weg nach Flakstad, mit einem kurzen Tank- und Einkaufsstop in Ramberg. Am Rastplatz kurz vor Flakstad ist es dann soweit. Baden auf den Lofoten. Wir sind auf 68 Grad, 6 Minuten und 13 Sekunden nördlicher Breite und damit weit über dem Polarkreis. Die Wassertemperatur ist erträglich und das Vergnügen groß. Trotz des trüben und kühlen Wetter. Der Golfstrom macht es möglich. Ich schätze die Wassertemperatur so auf 18°C bis 19°C.

Kurzer Stop an der Kirche von Flakstad und dann weiter nach Nusfjord, dem wohl bekanntesten Fischerdorf in Norwegen. Das ganze Ensemble ist heute ein Museumsdorf. Der Besuch in eintrittspflichtig und lohnt sich auf jeden Fall. Unser Tipp: wenigsten 3 Stunden einplanen. Hier wird die Geschichte des Dorsches, der Fischerei und damit die Geschichte der Lofoten erzählt. Interessant, manchmal verstörend und traurig (was habe Menschen hier aushalten müssen, was haben sie der Natur angetan) und sehr wissenswert. In diesem Jahr besonders Interessant: Ein studentisches Projekt hat die Felsen am Wasser mit einer attraktiven Nadelholzkonstruktion überbaut. Sehr schön anzuschauen.

 Wir nehmen uns Zeit und erkunden nun weiter uns unbekannte Ecken der Lofoten. Ein einsamer Weg führt uns nach Nordgården. Wir werden mit dem Besuch einer kleinen Glashütte belohnt. Wir nehmen uns die Zeit die Entstehung einer Vase von der Glasschmelze bis zum fertigen Produkt anzusehen. Sehr interessant, die Atmosphäre in Werkstatt angenehm heimlig.

Danach kurven wir ein wenig durch die Landschaft und leisten und auch einen Abstecher nach Ballstadt. Wir haben die Hoffnung auch dort neue Eindrücke gewinnen zu können. In diesem Fall hätten wir uns jedoch die ca. 20 km Umweg ruhig sparen können.
Ein Shoppingstop in  der neuen „Shoppingmaal“ von Leknes ist unsere nächste Station.

Weiter geht es auf der E10, der Hauptverbindungstraße auf den Lofoten in Richtung Nordwest. Das Wikingermuseum in Borg lassen wir diesmal am Weg liegen. Wir hatten es vor vielen Jahren schon einmal besucht. Wenn Ihr mehr darüber erfahren wollt schaut hier.

Nach dem Frühstück heute noch nichts gegessen und baden im Meer macht hungrig. Zum Glück entdecken wir gegen 16:40 Uhr den Torvdalshalsen rasteplass. Schick eingerichtet mit viel Holz. Ich habe den Eindruck das, dass das architektonische Thema, welches die Studenten schon am Nusfjord spielten, hier wieder aufgenommen wurde. Schnell noch eine Konserve warm gemacht.
Hier weisen Plakate auf Norwegischen Landschaftsrouten hin. Diese werden uns in einer Woche wieder sehr eindrucksvoll begegnen. 

Ein langer Tag sucht ein Quartier für die Nacht. Also machen wir uns gegen 17:30 Uhr auf den Weg. Ein Fotostop um  18:00 Uhr schenkt uns das Titelbild für diesen Tag. Wir fahren bis Kabelvåg uns stellen fest das uns hier kein Quartier lockt. Daher fahren wir einige Kilometer zurück um dort auf die beiden Campingplätze in Sandvika abzubiegen. Eine gute Wahl. Wir finden einen gut geschützten Stellplatz für unser Zelt auf dem Sandvika Fjord og Sjøhus Camping. Das Zelt steht nach 10 Minuten. Abendessen brauchen wir heute nicht. Hatten ja gerade erst Mittag ;-).

Dafür schnappen wir uns die Angelruten um bei einer kleinen Wander- und Klettertour über die Felsen rund um unsern Campingplatz den richtigen Ort für den „Megafang“ zu finden. Diese Aktion ist in Sachen Fangerfolg leider komplett erfolglos. Der eingeschlagene Weg an sich war aber sehr schön. Danach verwindet Steffi ins Zelt. Ich lege noch eine Lesestunde ein. Es ist ja taghell bis 23:30. Jetzt noch ein kleiner Spaziergang über Platz. Und da ist es. Eines dieser unvergesslichen Fotomotive unsere Reise. Die Wolken kriechen förmlich über die Gipfel der Lofoten.   

Und hier wieder der Überblick über unsere Tagesroute:

23. Juli 2015

Polar Camping – Bodø – Moskenes Camping

MS Nordlys

Die Außentemperatur macht dem Namen dieses Platzes an diesem Morgen alle Ehre – Polar Camping eben. Schlafsäcke und Zelt eingeräumt und los geht es zum Fähranleger Kilboghavn. Ein Café to go verschönert Steffi die Wartezeit. Die nun anstehende Passage ist die längste auf unserem Weg entlang der Küstenstraße 17. In ca. 1:30 Stunden werden die ca. 23 km geschafft sein.

Neben uns nutzen einige andere, diese für uns frühe Stunde, zur Überfahrt. Unter anderem zwei originelle „Motorradgangs“. Die eine wird von offenbar recht seriösen Herren in Lederkluft, alle Anfang fünfzig, gebildet. Die andere, die „Queens Tromsø“, offenbar von deren Ehefrauen. Auch eine schöne Art zu reisen.

Zunächst geht es von Kilboghavn quer über den Melfjorden nach Sørfjorden. Dann weiter in Richtung Nord und Nordnordwest nach Jetvik.

Ungefähr auf der halben Strecke passieren wir der Polarkreis dessen Position an Land mit einer großem Erdkugel aus Stahl markiert ist. Ein Greifvogel schert sich herzlich wenig um die Einzigartigkeit dieses Exponates. 

Kurz danach begegnet uns die MS Nordlys, ein Schiff der berühmten Postschifflinie Hurtigruten auf ihrem Weg von Bodø nach Nesna.

Wir halten uns wie fast immer nicht in dem durchaus gemütlichen Salon der Fähre auf. Wen immer das Wetter es zulässt, sind wir an Deck. Diesmal auf dem Achterdeck an einer windgeschützten Ecke. Fast immer findet man auf den Decks einige Gartenstühlen, die man dort hinstellen kann wo man sich am wohlsten fühlt oder von wo man die beste Aussicht hat. Wir genießen den Blick auf Fjord, Schären und Berge die bis fast 1.000 Meter aus dem Meer aufragen. 

 Nach unser Ankunft in Jetvik geht es weiter auf der Küstenstraße 17. Nach ca. 10 km erreichen wir den 3232 Meter langen Straumdaltunnelen. Er taucht auf ca. 140 Meter über NN in den Fels um das bis zu 900 Meter hohe Massiv des Blokktinden zu unterqueren. Auf der anderen Seite geht es zu hinunter an der Fjord, vorbei am markanten Reppahesten der als stumpfer Kegel 700 Meter hoch aufragt. Nun ist es nicht mehr weit bis zur letzten Fähre an der Küstenstraße. Schnell ist Ågskaret erreicht, und die Fähre bringt uns schnell über die knappen 3 km nach Halsa. 

Der nächste Höhepunkt ist der Blick auf den Svartisen, dem zweitgrößten Gletscher in Norwegen. Leider ist das Wetter heute weiterhin trüb und nicht ideal für Hochglanzfotos. Hier gibt es auch einen Rastplatz dessen Wiese junge Leute aus Tschechien unkompliziert als Campinggelegenheit nutzen. Solche Möglichkeit machen Norwegen immer wieder sehr sympathisch. 

Der nächste Tunnel unterquert den Svartisen mit stolzen 7624 Metern. Dieser Wert erinnert mich an meine Heimat Thüringen. Der Rennsteigtunnel dort ist mit 7916 Metern nur ein wenig länger.

Vorbei an Glomfjord erreichen wir einige Zeit später den bei diesem Wetter fast mystisch anmutenden Ort Storvik. Hier hat jemand dem Herrn Peder Johnson ein Denkmal gesetzt. Bürgermeister, Kontorleiter und Vater der Küstenstraße lautet die Inschrift. Gerne hätten wir mehr darüber erfahren. Wir nutzen diesen Ort um einen Strandspaziergang zu unternehmen. Wir werden mit dem Fund von Muschelschalen beachtlicher Größe belohnt.

Weiter geht es zum Saltstraumen. Ein maritimes Naturwunder der besondern Art. Wir schauen ein wenig den Anglern zu. Und tatsächlich: ein Wurf ein Fisch, meistens Seelachse zwischen 20 und 30 cm länge. Verrückt.

Nun wollen wir aber schnell weiter nach Bodø um die Fähre aus die Lofoten zu nehmen. Unser schneller Aufbruch am Saltstraumen wird nicht belohnt. Wir reihen uns am frühen Nachmittag in die Warteschlange zur Fähre ein. Wir können es kaum glauben. Wir sind das zweite Fahrzeug das wegen der vollständigen Auslastung NICHT MEHR auf die Fähre kommt. Sehr ärgerlich. Nächste Abfahrt 17:45 Uhr.

Wir drehen eine Runde durch das nicht gerade beschauliche Bodø, ein wenig einkaufen und dann wieder in den Hafen. Kurz vor sechs läuft die MS Bodø mit uns an Bord aus. 😉

Eine tolle und abwechslungsreiche Überfahrt. Gegen  19:50 Uhr taucht vor uns die Lofotenwand im Dunst auf. Ein gewaltiger Anblick! Bis über 800 Meter ragen einige Gipfel direkt aus dem Meer hinauf. Sicher einzigartig auf unser Erde. Wir sind sehr bewegt. 

Gegen 21:30 laufen wir im Hafen von Moskenes ein. Nur wenige hundert Meter entfernt erreichen wir Mosekenes Camping und haben großes Glück. Wir ergattern des letzen Stellplatz für unser Bergzelt und unser Auto. Alle nach uns Eintreffenden werden abgewiesen.  

Bei der Abendgestaltung entscheiden wir uns gegen die sehr einladende aber auch teuer erscheinende Campingplatzbar und für einen Spaziergang über den Campingplatz, vorbei den der Kirche von Moskenes in den Hafen.

Jetzt aber schnell ist Zeit. Es ist 22:30 Uhr. Hier noch unsere Tagesroute

22. Juli 2015

Troghatten Camping – Polar Camping

Die sieben Schwestern

Es war eine kalte Nacht im Zelt und der strahlende Sonnenschein des Vortages hat uns heute morgen verlassen. Wir machen uns auf den Weg nach Brønnøysund und weiter  an den Fähranleger von Andalvågen der uns nach Horn bringen soll. Nach nur 30 km ist es geschafft. Nun haben wir 40 Minuten Aufenthalt. Wir nutzen Die Zeit um mal schnell den linken Frontscheinwerfer auszubauen und das defekte Fahrlicht zu ersetzen. Ein wenig fummelig das Ganze, hat aber gut geklappt. Die zweite Fährpassage auf der Küstenstraße 17 ist kurz und unspektakulär. Nach 20 Minuten und ca. 5 km endet diese kleine Seereise in Holm. Weiter geht es auf der Küstenstraße um nach nur weiteren 17 km die Fähre von Forvik nach Tjøtta zu entern. Dies die schon eine etwas längere Passage. Mit einer Zwischenstation in Stokkasjøen sind es ca. 20 km auf dem Wasserweg zwischen den Schären, die berühmte Bergkette der „Sieben Schwestern“ immer im Blick. Wenn Euch deren Namen und Höhe interessiert, schaut Euch diese Bildergalerie an.

Nach etwas mehr als einer Stunde haben wir Tjøtta erreicht und haben nun ca. 70 Straßenkilometer bis zur Fähre in Levang vor uns. Höhepunkt auf diesem Abschnitt sind zunächst wieder die „Sieben Schwestern, die uns rechter Seite für ca. 22 km begleiten.  Gleich danach geht es auf die Helgelandsbrua hinter Sandnessjøen. Sie überspannt den Eingang zum Fjord auf einer beeindruckenden Länge von 1065 Metern. Rechnet man den Damm hinzu, der zwischen und auf den Schären zum Brückenkopf führt, ist das Bauwerk ca. 2,5 km lang. An diesem Damm nutzen wir einen Rastplatz direkt am Fjord für einen ersten Angelversuch. Leider erfolglos.
Lvang erreichen wir gegen 14:30 Uhr. Die Fähre wartet schon auf uns. Der Wasserweg auf der Fähre „Sigrid“ ist nur 3 km lang und schnell erledigt.

Nun führt uns die RV 17 von Nesna um den Sjonafjord. Im Süden über den Nesnaveien, im Norden über den Foldastrandveien. Am Nesnaveien entdecken wir einen Rastplatz mit einer sensationellen Aussicht über den Sjonafjord. Welch ein Felsmassiv steigt da uns gegenüber direkt aus dem Meer!

Nächster Halt am Aldersund gegenüber der Insel Aldra. Dieser Ort hat mich schon immer sehr beeindruckt. Ein Blick nach NW lässt in der Ferne den gewaltigen Lovunden erkennen, der 560 Meter steil aus dem Nordatlantik ragt.

Nun geht es weiter durch den schönen Ort Aas zum Polar Camping bei Kilboghavn. Hier gewinnen wir noch folgende Erkenntnisse:

  1. Der Platz ist gut ausgestattet
  2. Ein Angelversuch bringt vier leckere Makrelen
  3. Deutsche Stammcamper auf diesem Platz meinen: „So kalt war es hier noch nie, nie soviel Schnee Ende Juli gesehen.“
  4. Schweizer Biker haben Angst vor Finnland. Dort kann man schon am morgen sehen, wo man abends ankommt. 😉

Hier noch unsere Tagesroute:

21. Juli 2015

Koa Camping – Troghatten Camping

Wir brechen um 8:30 Uhr auf. Der Plan: immer der E6 nach Norden folgen. Dann können wir in 2 Tagen auf den Lofoten sein. Also los geht es. Noch ein kurzer Stop im Steinkjer im Supermarkt und dann weiter. Als wir kurze Zeit später an dem  Abzweig der Küstenstraße 17 vorbeikommen bekommen wir doch ein wenig Wehmut nach dieser tollen Straße, die wir schon einmal in Richtung Norden genutzt haben. Daher wenden wir und nehmen allen Zeitvorteilen zum Trotz die RV 17, die Küstenstraße. Hier erwarten uns der Berg mit dem Loch, sieben Fährpassagen, die sieben Schwestern, der Svartissen-Gletscher, der Saltstraumen und unzählige spektakuläre Aussichten.
Zunächst steuern wir Namsos an. Eine für Nordnorwegische Verhältnisse mittelgroße Stadt die von Ihrem Hafen am Namsenfjord geprägt wird. Hier legen wir einen kurzen Stadtspaziergang rund um den Hafen ein.  

Das Hafenviertel von Namsos

Weiter geht es auf der RV 17 die sich nun im weiten Tal des Namsen nach Osten orientiert. Bei Ranemsletta verlässt die RV 17 dann dem Namsen und orientiert sich eher nordöstlich und dann immer stärker in Richtung Norden. Vorbei am Eidsvatnet und Grungstadtvatnet erreichen wir den Øver Flakkan, einen der zahlreichen Gebirgsseen in dieser Gegend. Ein nett ausgestatteter Rastplatz lädt uns zu einer Mittagspause gegen 12:30 Uhr ein.

Weiter geht es auf der RV17 Richtung Norden. Die Landschaft wir immer interessanter wir überqueren die Foldabrua. Die Berge um uns herum gehen bis auf 600 Meter hinauf. Gegen 14.15 Uhr erreichen wir den Fähranleger in Holm der uns nach Vennesund bringen soll. Unsere erste Inlandsfähre auf der Reise. Näheres zu aktuellen Preisen und Fahrzeiten findet Ihr hier.

Ca. 15:10 Uhr legen wir in Vennesund an. Entspannt nehmen wir die letzten ca. 65 km zum Campingplatz am Torghatten. Einchecken, Zelt aufbauen und dann rauf, auf dem Berg mit dem Loch. Zu Zeiten der Eiszeit lag das Loch auf Meereshöhe. Die Brandung mühte sich erfolgreich ein wirklich monumentales Loch in den Berg zu schlagen (35 Meter hoch, 160 Meter lang). Sehr eindrucksvoll. Näheres darüber erfahrt Ihr auf Wikipedia.
Nach den Wanderung in das Loch ein Abendessen und noch kein kleiner Spaziergang über die Schären am Campingplatz. Ergebnis, Nasse Füße. Merke: Wasser kann auf dem Fels nicht versickern. Tritt nach Regentagen nicht auf die Vegetationsmatten auf dem Fels, sonst gibt es nasse Füße! Ab 20:00 Uhr dann Lesestunde. Es ist auch gegen 22:00 Uhr noch sehr hell und sehr sehr frisch.

Abschließend noch unsere Tagesroute

20. Juli 2015

Soja – Koa Caming

Unsere Outdoor-Küche

Wir haben  unsere ersten kompletten Tag  in Norwegen vor uns – und wir haben uns entschlossen: Dieses Jahr soll es auf die Lofoten und Vesteralen gehen.  Aufbruch nach einem leckerem Frühstück am Campingplatz in  Soja direkt am  Ufer des Gudbrandslågen. Traumhafer Morgen mit Sonne und blauem Himmel am reißenden  Fluß.
Ca. 10.00  Uhr geht es los. Immer der E6 folgend Richtung  Norden.  Nach  11 km  aber schon der erste Stop.  Im kleinem Einkaufszentrum von  Otta der erste Halt.  Lebensmittel , Benzin  und Norwegische  Kronen  bunkern. 
Dann weiter  auf der E6 Richtung Dombås. Hier den  Abzweig der  E6 in Richtung Nordost folgend genommen und den höchsten Punkt des Dovre  gegen  12.30 Uhr erreicht.  Erstmals eine richtige Hochgebirgslandschaft in diesem  Jahr. 
Weiter geht es  auf der E6  immer parallel  zur Dovrebanen  (Bahnstrecke Oslo – Trondheim) bergab in Richtung nach Oppdal. Hier halten wird und nicht auf, fahren weiter auf der E6 vobei an Trondheim um gegen  17:40 den  Platz Koa-Camping  an  der E6 ca.  95 km  hinter Trondheim direkt an einem Ausläufer des  Trondheimsfjord zu erreichen.
Der Tag  endet gegen 21.30 Uhr mit einer Sonne, die noch verblüffend hoch am Himmel steht.

Unsere Tagesstrecke:

19. Juli 2015

Frederikshaven – Soja

Aker Brygge Oslp

Früh aufgestanden aber nicht früh genug. 9.00 Uhr geht die Fähre ab Frederikshaven, 30 Minuten davor spätester check in, 10 Minuten Fahrzeit bis zum Fährhafen. Also brechen wir gegen 8.00 Uhr auf. In den letzten Jahren konnten wir zu dieser Zeit immer bis an die Abfertigung durchfahren. Da kamen wir aber immer aus Richtung Norden in den Hafen. Aus Richtung Süden sieht das ganz anders aus. Zwei Kilometer vor dem Hafen Stau. Es geht nichts vorwärts. Wir werden gegen 8.45 Uhr doch ein wenig nervös. Aber das routinierte Handeln der Terminalcrew der Stena-Line sorgt dafür, dass alle rechtzeitig an Bord sind und die Stena Sage nur mit 15 Minuten Verspätung ablegt.  

Überfahrt von Frederikshaven nach Oslo auf der Stena Saga. Wieder tolle Ausblicke und besten Wetter. Wie immer auf unseren Überfahrten von Frederikshaven nach Oslo seit vielen Jahren.  Gegen 18.30 von der Fähre gerollt  und  gleich weiter Richtung Norden, vorbei an Hamar und Lillehammer  mit dem Ziel Soja-Camping am Gudbrandslågen. Also noch 280 km hinter Oslo. Ankunft ca. 23.00 Uhr.

 Hier noch die Land- und Seeroute des heutigen Tages

18. Juli 2015

Erfurt –  Sæby

 

Auf nach Norwegen. Wie schon so oft. Unser Traumreiseland!

In aller Frühe ging es los. Wir wollen spätestens um 7.00 Uhr den Elbtunnel in Hamburg passieren um dem Verkehrsstau auf der A7 nördlich von Hamburg zu entgehen. Schließlich ist Samstag und damit Anreisetag in die zahllosen Ferienhaussiedlungen in Jütland. Zunächst geht auch alles gut. Schnell durch den Norden Thüringens vorbei an Sondershausen und Nordhausen. Kurze Rast an der Raststätte Harz Ost auf der A7. Wie sind nun ca. zwei Stunden unterwegs und wollen mit Schwung weiter. Aber schon an der Anschlussstelle Rhüden werden wir ausgebremst. Vollsperrung unserer Fahrtrichtung. Wir müssen über mehrere Bundestraßen Richtung Salzgitter ausweichen und werden über die B6 am Autobahndreieck Salzgitter wieder auf die A7 geführt. Die Umleitung hat uns vielleicht 30 Minuten gekostet.  Von dort bist Hamburg schwimmen wir in einem zügigen Verkehrsfluß. Hinter Hamburg wird es dann enger aber weiterhin erträglich. Der Standstreifen ist als dritte Fahrspur Richtung Norden freigegeben. Vor der Rendsburger Hochbrücke ein kurzer Stau. Nächste Pause am Fjörde Park in Flensburg. Speicherkarten gekauft, eine kleiner im Imbiß. Anschließend Tankstop in Flensburg und über die B200 hinüber nach Dänemark. In Kruså dann auf die E45 und weiter Richtung Norden.  Nun allerdings etwas gebremster. Wir sind nun in Dänemark und hier sollte man sich auf jeden Fall an die 130 km/h Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn halten. Hier rollt es sich ganz gut. Nur am Autobahndreieck bei Kolding stockt es wieder. Hier kommen die Ferienhaus- und Campingfreunde aus Richtung Kopenhagen und Seeland hinzu – schließlich ist heute Anreisetag. 
Gegen 15.00 Uhr Ankunft im Hafen von Sæby. Nun müssen wir uns unbedingt die Beine vertreten. Wir sind seit über 10 Stunden unterwegs und die Pausen waren wenige. Den Hafen kann man durchaus als pittoresk bezeichnen. Hier ein paar Eindrücke:

 Nach unserer Hafenrunde begeben wir uns auf die Suche nach einem Quartier. Da bietet sich gleich hinter Sæby der Campingplatz Hedebo Strand Camping an. Hier kommen wir mit unserem Bergzelt im Abschnitt – man glaubt es kaum – „Kentucky“ unter. Gleich zwischen „Oklahoma“ und „Mississippi“. Wie Heimatverbunden diese dänischen Campingplatzmacher doch sind. Ein Rundgang über den nähere Umgebung des Platzes brachte den doch noch einen Überraschung. Eine Motorradwerkstatt zeigte sich als veritables Motoradmuseum mit angeschlossenen Oldtimerhandel. Sehr schön anzuschauen.

 Hier noch der Blick auf unsere Tagesroute von diesem Tag mit 875 km.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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