Julita

Julita und die Heilige Brigitta

Aufbruch in Richtung Vätternsee

Nach unserm tollen Tag in Stockholm gestern, wurde es auch heute wurde ein eher kulturhistorischer Tag, ohne das wir das bei unserer Abfahrt heute Morgen in Kungsberg am Strängnäsfjärden geplant hätten. Aber vielleicht war ja die Besichtigung der dortigen Klosterruine (leider stehen nur noch Grundmauern) ein Omen, dass den weitern Verlauf des Tages bestimmen sollte. Julita und Vadstena wurden die Höhepunkte am heutigen Tag.

Zugvogel Stellplatztipp

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Ziel war es bis zum Vätternsee zu kommen. Mit ca. 160 Kilometern ein durchaus schnell erreichbares Ziel. Es sollte aber ein wenig anders kommen und länger dauern als geplant. Nach einer kurzen Ergänzung unseres Proviants in einem Supermarkt «map» am Stadtrand von Eskilstuna fanden wir einen Eintrag in unserem Svergie vägatlas interessant. Neben vielen anderen anderen Sehenswürdigkeiten in der Nähe verriet er uns, dass an dem heutigen Tagesabschnitt Julita liegen würde. Wir hatten schon gehört, dass man sich dort mit alten Obstsorten (hauptsächlich Äpfeln) beschäftigt und es so etwas wie eine angepflanzte Gendatenbank mit alten Sorten gäbe. Das fanden wir interessant und machten uns auf dem Weg. Auf den Weg dorthin überquerten wir auf der Fernstraße 56 den Hjälmarensee. Bei einem kurzen Fotostop «map» an dieser Stelle kam ganz schön etwas auf uns zu.

Am Hälmaren
Am Hälmaren

 

Julita

Julita «map» war aber nicht mehr weit entfernt, so dass wir dort trockenen Fußes gegen 11.30 Uhr unsere Tickets lösten. Als wir das Gelände betreten wollten hatte uns das Wetter vom Hjälmaren dann doch eingeholt. Ein ordentlicher Regenschauer begleitete unsere ersten Schritte.

Julita entpuppte sich dann als viel mehr als die Gendatenbank alter Apfelsorten. Es ist ein komplett erhaltenes Gut wie es zum Anfang des 20. Jahrhunderts in Schweden bewirtschaftet wurde. Der Besuch lohnt auf jeden Fall. Für uns waren die Höhepunkte die Führung durch das schlossähnliche Gutshaus im Barockstil und die Besichtigung des vom letzten Gutsbesitzer gestifteten Museums.

Im Museum fanden wir ein uns bisher unbekanntes Raumkonzept umgesetzt. Um eine Art überdachten Lichthof gliedern sich Erdgeschoß und 2 Etagen. Dem Hauptgebäude angegliedert ist ein kleine Kapelle, die Verbindung zwischen den beiden Gebäudeteilen bildet ein Innenhof, der stark an einen Kreuzgang erinnert. Alles in Holz und sehr sehr schön.

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Die Führungen im Schloß (in englisch, ca. 45 Minuten) brachte ein fast vollständig erhaltenes Interieur ans Licht, wie es in Europa in Gebäuden aus dieser Zeit wohl nicht oft zu finden ist.

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Neben Schloß und Museum bietet Juita aber noch viel mehr. Historische Holzgebäude, Kinderangebote (der historische Einkaufsladen war dabei unser Highlight), Barockgarten, die historischen Gebäude einer Molkerei, eine Feuerwache, ein Marstall, eine Remise usw. usw.

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Nach einem kleinen Imbiss setzen wir unsere Fahrt gegen 15.30 Uhr fort. Es war noch einiges an Strecke zu absolvieren bis zum Vätternsee und auch ein Stellplatz musste noch gefunden werden. Heute ist Samstag und das Wochenende hat für die Schweden begonnen. Ein Umstand der die Suche nicht leichter machen sollte.
Erster potentieller Unterkunftsort sollte Vadstena am Vätternsee sein.

Vadstena

Als wir den Hafen und einen Stellplatz suchten, fiel uns zuerst die mächtige Schlossanlage auf. Also Parkplatz gesucht, Fahrräder abgeschnallt und eine kleine Entdeckungstour begonnen. Wie wir einer Infotafel entnehmen konnten, ist das Schloss eine der größten Renaissancebauten in Schweden. Nicht nur schön, sondern auch durchaus wehrhaft. Davon zeugen die Kannonentürme, die gewaltige Mauer und der Schlossgraben.

Die nächste Überraschung war die Klosterkirche der Heiligen Brigitta. Eine zweischiffige Hallenbasilika. Sehr beeindruckend die schiere Größe.
Aber auch der Brigitten-Altar ist sehr sehenswert.

Die Damen des Ordens gehen aber auch durchaus mit der Zeit. Der Souvenirshop funktioniert mit einer elektronischen Kasse des Vertrauens. Artikel entnehmen, an der Kasse die Warengruppe eingeben (in unserm Fall „Books“), Preis angeben (Kasse des Vertrauens eben) und mit der Kreditkarte zahlen. Die Quittung kann man sich dann wahlweise per SMS oder Email zustellen lassen. Digitalisierung im Tourismus gelungen – Note 1.

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Unserer Entdeckertour durch Vadstena schloß mit einem Weg durch schöne die Altstadt ab. Fazit, der Stop in Vadstena hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn kein freier Stellplatz für uns mehr zu finden war.

Schwierige Suche nach einem Stellplatz

Gegen 19.00 Uhr ging unsere Stellplatzsuche dann weiter. Hier am Vätternsee mussten wir an drei Badestellen, die unser Svergie vägatlas auswies, die Erfahrung machen, dass Badestelle nicht immer bedeutet hier auch eine Möglichkeit für einen Stellplatz zu finden. Aber immerhin gab es bei der Suche noch einen tollen Blick über dem Vätternsee vom Nordhang des Ohmbergs.

Am Vättern-See
Am Vättern-See

In dem schönen Hafen von Hästholmen wurden wir dann aber doch noch fündig. Hier gibt es 5 Stellplätze mit Strom und freiem WLAN von denen wir gegen 20:10 Uhr den letzen ergattern konnten. Glück gehabt.

Zugvogel Stellplatztipp

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Tagesstrecke 30.07.2016
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